dreh-objekt #332: singer

Ein Blick in die Schuhmacherei, aus der die Absätze der Installation "Abgelaufen" abgeholt wurden. Dass hier nicht Däumchen gedreht wird, kann man anhand der Menge der reparierten Absätze erahnen. Es wird richtig gedreht, auf der guten alten handbetriebenen Singer. Da liegen die Leisten, es hängen die Werkzeuge, Instrumente wie Prothesen, Folterinstrumente fürs Leder an den Ballen. Schuhe flicken, es ist dies die alltägliche, mühselige Arbeit. Und als ob das nicht schon genug wäre, ist das Geschäft auch ein Ort, an dem manche sich einfach eine Weile auf den Hocker setzen und irgendetwas erzählen. "Die Leute geben mit ihren Schuhen auch gleich noch die ganze Lebensgeschichte ab", sagt die Schuhmacherin.


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  1. Bündner sagt:

    Was für ein wunderbarer Dreh! Und ich bin überzeugt, dass punkto Feinfühligkeit beim Nähen keine der modernsten Maschinen hier mithalten könnte.
    Mir fällt auf, dass eigentlich bei allen Schuhmachern sehr alte, schwere, schwarze Ungetüme stehen, mit denen Näharbeiten ausgeführt werden.

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